Leistungen als Generalplaner für das Projekt „Schulzentrum Westerfilde“.
Die Sekundarschule ist zurzeit in den Räumlichkeiten der Realschule und Hauptschule Dortmund Westerfilde untergebracht, dessen letzter Jahrgang im Sommer 2017 die Schule verlässt.
Der Schulkomplex besteht aus Gebäudeteilen unterschiedlichster Baujahre und ist durch ein weitverzweigtes Netz an Erschließungsfluren und lange Erschließungswege gekennzeichnet. Die Bausubstanz der Hauptschulgebäude aus den 40-er bis 70-er Jahren, des alten Realschultraktes aus den 60-er Jahren und den Turnhallengebäuden aus den 60-er und 70-er Jahren ist aus energetischer und bauphysikalischer Sicht stark sanierungsbedürftig und muss mit einer neuen technischen Gebäudeausrüstung ausgestattet werden.
Auf Grundlage der Entscheidungskriterien Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Flexibilität wird als Ergebnis der Machbarkeitsstudie ein Ersatzneubau positiver gegenüber einer energetischen Sanierung des Bestandes und einer Komplettsanierung bewertet. Der Neubau ersetzt die Bestandsgebäude mit Ausnahme des 2004 errichteten Realschultraktes, innerhalb dessen die Fachklassen untergebracht sind. Die neue Turnhalle mit Baujahr 1976 und die alte Turnhalle mit Baujahr 1962 sind nicht Bestandteil des Auftrages.
Im Rahmen der Machbarkeitstudie wird ein Neubau in zwei Bauabschnitten vorgeschlagen. Nach dem Teilabriss des alten Hauptschulgebäudes ist der 1. Bauabschnitt des Neubaus vorgesehen. Nach dem Umzug der Schule in den 1. Bauabschnitt können die restlichen Schulgebäude abgerissen werden. Im Anschluss kann der 2. Bauabschnitt als Verbindungsgebäude zum verbleiben neuen Realschulgebäude mit den Fachtrakten errichtet werden.
Im Zuge der Objektplanung des hier beschriebenen Neubaus sind im Rahmen der HOAI Grundleistungen, Varianten zu erarbeiten. Sie sollten so aufgebaut sein, dass keine Ausweichklassen als Schulraumersatzbauten notwendig sind.
II.2.1) Gesamtmenge bzw. -umfang:
Abbruch des Bestandsgebäudes im Zuge des 1. Bauabschnittes: ca. 5.040 m
Abbruch des Bestandsgebäudes im Zuge des 2. Bauabschnittes: ca. 36.620 m
Gesamtabbruch: 41.660 m
BGF entsprechend Machbarkeitsstudie für den 1. Bauabschnitt: ca. 3.969 m
BGF entsprechend Machbarkeitsstudie für den 2. Bauabschnitt: ca. 1.035 m
BGF Gesamt: ca. 5.004 m
BRI entsprechend Machbarkeitsstudie für den 1. Bauabschnitt: ca. 14.120 m
BRI entsprechend Machbarkeitsstudie für den 2. Bauabschnitt: ca. 4.655 m
BRI Gesamt: ca. 18.775 m
Der Neubau der 3-zügigen Sekundarschule Westerfilde umfasst 18 Unterrichts- und 12 Differenzierungsräume, wobei die Differenzierungsräume auch für den Inklusionsbedarf dienen. Für den allgemeinen Unterrichtsbereich ist zudem eine Bibliothek, eine Mediathek, ein Selbstlernzentrum und ein EDV- Bereich vorzusehen.
Die erforderlichen Fachräume für die Sekundarschule bestehen bereits und sind im Realschulneubau untergebracht, an den der Neubau anschließen soll. Sie werden somit beim Neubau nicht berücksichtigt.
Für den Ganztagsbereich ist eine Küche mit Mensa vorzusehen. Ein weiterer Bereich soll die Funktionen Aufenthalt, Spiel und Musik abbilden.
Im Verwaltungsbereich sind Büros für die Schulleitung und stellv. Schulleitung mit Sekretariat vorzusehen. Zudem wird ein Teamraum für 7 Arbeitsplätze benötigt. Im Verwaltungsbereich ist zudem ein Materialraum inkl. Lehrmittelbibliothek und Kopierraum einzuplanen.
Hierüber hinaus werden folgende sonstige Räume benötigt:
— Forum für Gesamtkonferenzen mit 40 Personen
— Lehrmittelraum
— Erste Hilfe Raum
— Zwei Besprechungsräume
— Berufsorientierungsbüro
— Büro Schulsozialarbeiter
— Raum für Streitschlichtung
— Raum für Schülervertretung
— Hausmeisterraum/Lagerraum/Putzmittelraum
Insgesamt besteht für den Neubau der Schule ein Nutzflächenbedarf von ca. 3.200 m
Es ist zudem eine Pausenfreifläche einschl. der Außenanlage zu planen.
Gesamtes Budget: ca. 11,5 Mio. EUR brutto (Kostengruppen 100-700 nach DIN 276)
Beginn der Planung: 02.11.2016
Abschluss 1. BA: 01.07.2019
Abschluss 2. BA: 29.06.2020.