FE 82.0816/2023
„Auswirkung einer Neuregelung zur Cannabisabgabe auf die Verkehrssicherheit“
FE 82.0816/2023 - Auswirkung einer Neuregelung zur Cannabisabgabe auf die Verkehrssicherheit
Die Zahl der Cannabiskonsumenten in Deutschland ist verhältnismäßig groß. Laut ESA haben im Jahr 2021 8,8 % der erwachsenen Bevölkerung in den letzten 12 Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert und 4,3 % haben innerhalb des letzten Monats konsumiert.
Neue gesetzliche Regelungen zu psychoaktiven Substanzen können sich auf das Konsumverhalten und/oder die Anzahl von Fahrten oder Unfällen unter Substanzeinfluss auswirken. Da Fahren unter Cannabiseinfluss (DUIC) das Unfallrisiko erhöht, stellt sich die Frage, ob eine Neuregelung zur Cannabisabgabe Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten und somit auf die Verkehrssicherheit hat. Es gibt bislang international wenige Studien mit teilweise heterogenen Ergebnissen zu Änderungen im Konsumverhalten oder der Auftretenshäufigkeit von Fahrten unter Einfluss nach einer Cannabislegalisierung.
Ziel/Nutzen
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es zu ermitteln, ob und wie sich die Neuregelung zur Cannabisabgabe auf den Konsum und die Häufigkeit des Fahrens unter Cannabiseinfluss auswirkt.
Um eine mögliche Änderung im Konsumentenverhalten in Bezug auf die Verkehrssicherheit nach einer Neuregelung zur Cannabisabgabe in Deutschland interpretieren zu können, sollen auch die Ursachen dieser Veränderungen beleuchtet werden.
Daher sollen in diesem Forschungsvorhaben die beiden Aspekte „Konsumverhalten“ und „DUIC“ in einem ausreichenden Zeitraum vor und nach der Neuregelung zur Cannabisabgabe analysiert werden. Um aus den Ergebnissen Empfehlungen für weitere Maßnahmen z. B. zur Prävention von DUIC ableiten zu können, sollen zudem die Faktoren identifiziert werden, die Einfluss auf die Häufigkeit von DUIC nehmen.