Charakterisierung der Ableitung von radioaktiven Stoffen aus speziellen Arten von Einrichtungen im Bereich Medizin und Industrie mit der Fortluft
Bei der Emissionsüberwachung der Fortluft von nicht-kerntechnischen Einrichtungen liegt hinsichtlich der zugrundeliegenden Nuklidvektoren und der zeitlichen Verläufe von Emissionen kein ausreichendes Mengengerüst vor. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsvorhabens sollen durch Vor-Ort-Messungen diese Fragestellungen genauer untersucht werden. Die Charakterisierung der Ableitungen radioaktiver Stoffe mit der Fortluft bei Einrichtungen umfasst zunächst die Identifizierung von für die messtechnischen Untersuchungen in Frage kommenden Einrichtungen. Darauf aufbauend sollen - nach organisatorischer und messtechnischer Planung - insbesondere Direktmessungen von gasförmigen radioaktiven Stoffen, aber auch Messungen von an Schwebstoffen gebundenen radioaktiven Stoffen erfolgen. Als Grundlage für die Entwicklung und Durchführung der Messtechnik soll die vorhandene Messtechnik des Bundesamtes Verwendung finden. Diese soll im Zuge der Planung und Durchführung der Messungen ergänzt, weiterentwickelt und validiert werden. Neben der Weiterentwicklung der Messtechnik soll vom Auftragsnehmer eine Auswerteroutine für die Messstrategie zur Verfügung gestellt werden.
Abschließend sollen die erhaltenen Messergebnisse mit den betreibereigenen Messungen verglichen werden. Neben den identifizierten Radionukliden sind hier die nach DIN EN ISO 11929 ermittelten charakteristischen Grenzen und die in die Auswertung einfließenden Unsicherheitsbudgets zu berücksichtigen und zu bewerten.