Im Sportzentrum West der Stadt Landau in der Pfalz ist der Abbruch der bestehenden Rundsporthalle erforderlich. Auf der gegenüberliegenden Fläche des Jahnsportplatzes soll eine Dreifeld-Sporthalle neu errichtet werden. Zur Optimierung des Baufeldes für die neu zu errichtende Dreifeld-Sporthalle ist außerdem vorgesehen, das bestehende Fußballfeld um 90 Grad zu drehen. Der Abbruch der Rundsporthalle, der Umbau des Fußballfeldes sowie die Gestaltung der Außenanlagen sind nicht Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung, sondern lediglich die Objektplanung für Gebäude gemäß § 34 HOAI für den Neubau der hier beschriebenen Dreifeld-Sporthalle.
Das umzusetzende Raumprogramm für den Neubau der Dreifeld-Sporthalle ergibt sich im Wesentlichen aus der DIN 18032-1 „Hallen und Räume für Sport und Mehrzwecknutzung“ mit der Mindestgröße für Hallennutzfläche und -höhe von 27 m x 45 m x 7 m. Die Anzahl und Größe der Nebenräume (z. B. Umkleide-, Duschräume, Foyer, Geräteräume, Besucher-WCs richtet sich ebenfalls nach dem Mindestraumprogramm der DIN 18032-1 und der Verwaltungsvorschrift (VV)-Sportanlagen-Förderung.
Die neue Dreifeld-Sporthalle wird als reine Sporthalle – ohne Mehrzwecknutzung – errichtet. Hierbei steht der Schulsport im Vordergrund. Außerhalb der Schulsportzeiten wird die Dreifeld-Sporthalle auch dem Vereinssport zur Verfügung gestellt. Das Hallen-Spielfeld in Turniergröße von 27 x 45 m soll mit 2 Trennvorhängen in 3 gleich große Einzelspielfelder unterteilt werden. Der Sportboden wird flächenelastisch ausgeführt. Linierung, Bodenhülsen und Sportgeräte sind zunächst für folgenden Sportarten vorgesehen: Handball, Basketball, Volleyball, Fußball, Badminton und Geräteturnen. Darüber hinaus werden, entsprechend den Lehrplänen erforderliche Sportgeräte wie Schaukelringe, Klettertaue, Kletter- und Sprossenwände sowie sämtliche erforderlichen mobile Sportgeräte beschafft oder aus dem Bestand eingesetzt. Ferner soll die Möglichkeit zum Aufbau einer mobilen Tribünenanlage geprüft werden.
Der Auftraggeber legt Wert auf eine kostenoptimierte Planung in Form eines reinen Funktionsbaus. Die Kostenvorgabe des Auftraggebers für das Projekt liegt als definierte Kostenobergrenze für die Kostengruppen (KG) 200 bis 700 bei rd. 4 000 000 EUR brutto. Der Auftragnehmer wird die vorgegebene Kostenobergrenze des Auftraggebers einzuhalten haben. Dies wird in die vertragliche Regelung aufgenommen.
Der Auftraggeber stellt sich den zeitlichen Ablauf der Planungs- und Baumaßnahme in der Form vor, dass bis Ende Februar 2016 die Leistungsphase 3 mit einer Kostenberechnung in der 3. Ebene vorliegt. Die Auftragsvergabe ist im Dezember 2015 vorgesehen.
In Bezug auf die technische Ausstattung des Gebäudes hat der Auftraggeber die folgenden Vorstellungen: Einrichtung einer hybriden Belüftung (im Sommer Fensterlüftung, im Winter Lüftungsanlage), Anschluss an das bestehende Nahwärmenetz des Sportzentrums-West, Deckenstrahlheizung für die Halle, Warmwasserversorgung über Solarthermie. Das Dach der zu planenden Sporthalle ist für die Nutzung einer Photovoltaikanlage auszulegen. Die Fachplanung der Technischen Ausstattung ist nicht Gegenstand dieser Ausschreibung.
Gegenstand der Beauftragung sind die Grundleistungen der Objektplanung für Gebäude gemäß § 34 HOAI in Verbindung mit Anlage 10.1., Leistungsphasen (LP) 1 bis 9. Es wird daraufhin gewiesen, dass der Auftraggeber Teilleistungen aus Leistungsphase 1 bereits selbst erbracht hat (z. B. Veranlassung einer Baugrunduntersuchung, der Kampfmittelsondierung und eines Schallschutzgutachtens) bzw. Teilleistungen aus Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe) selbst erbringen wird. Der Auftraggeber legt äußerst großen Wert auf eine intensive Bauüberwachung und örtliche Präsenz an der Baustelle.