Der Beyer-Bau wurde von 1908-1913 vom Architekten Martin Dülfer für die Abteilung Bauingenieurwesen, das wissenschaftlichfotographische Institut und das geodätische Institut erbaut. Das 5-geschossige Gebäude mit Untergeschoss und derzeit ausgebautem Dach ist in 4 Gebäudeflügel, die sich um 2-geschlossene Innenhöfe und einen dreiseitig geschlossenen Hofbereich gruppieren, gegliedert. Im Zentrum des Gebäudekomplexes bildet ein Observationsturm den markanten Blickpunkt. Für die Fassadenverkleidung wurden Handstrichziegel im Klosterformat verwendet, welche in den Fensterachsen durch steinmetzmäßig überarbeitete Zierelemente aus Beton und Sandsteinumrahmungen ergänzt wird.
Das Grundstück ist medientechnisch voll erschlossen. Aufgrund der Komplexität der Maßnahme ist mit einer Realisierung in mehreren Bauabschnitten zu rechnen.
Es ist geplant, den Beyer-Bau unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten zu sanieren und seinen Betrieb jedoch den modernen und gesetzlichen Anforderungen anzupassen. Dies bezieht sich hauptsächlich auf die Technik und den heute gültigen bauordnungsrechtlichen Anforderungen.
Gegenstand des Auftrages sind Leistungen der technischen Ausrüstung nach Teil 4 Abschnitt 2 HOAI für die Anlagengruppen 4 nach § 53 Abs. 2 HOAI i. V. m. der RLBau Technische Universität Dresden, Fakultät Bauingenieurwesen und Fachrichtung Geowissenschaften, Beyer-Bau, Umbau und Sanierung.
Alle Festlegungen und Detailabstimmungen zum ELT- Konzept sind Bestandteil der genehmigten EW-Bau.
Zu beplanen sind Lehr- und Hörsäle, Labore und Messräume sowie diverse Büroräume.
Als Grundlage für die weiterführende Planung dient die im Vorfeld erstellte und genehmigte Entwurfsplanung (EW-Bau) sowie die vorliegenden Genehmigungen, Gutachten und Berechnungen bzw. Auslegungen für die Anlagengruppe. Diese Unterlagen werden nach Auftragserteilung vom Auftraggeber übergeben.
Die bauliche Realisierung ist von Mitte 2016 bis Ende 2018 geplant.
Gebäudekomplex, gesamt – geplante Flächenbelegung:
Nutzfläche NF = ca. 6 300 m
Hauptnutzfläche HNF = ca. 6 200 m
Hör- / Lehrsäle und Computerpools = ca. 1 800 m