Die Bundesrepublik Deutschland wird an der EXPO 2025 in Osaka/Japan (13. April bis 13. Oktober 2025) mit einem eigenen Pavillon teilnehmen, der in eigener Regie zu errichten ist. Der Deutsche Pavillon soll einen attraktiven Beitrag zum Thema der EXPO "Designing Future Society for Our Lives" darstellen. Neben Ausstellungsflächen, Bühnen, einer VIP-Lounge, einem Restaurant und eventuell auch einem Konferenzraum werden Funktionsräume für den Generalkommissar, dessen Vertretung, für die Leitung des Pavillons, für Presse- und Kulturarbeit, Protokoll, Administration, Personalverwaltung sowie Technik, außerdem Umkleidemöglichkeiten für Mitarbeitende sowie ausreichende Lagermöglichkeiten eingerichtet.
Die Grundstücksgröße für den Deutschen Pavillon wird voraussichtlich bis zu 3.500 qm betragen, wovon 70 Prozent bebaut werden dürfen. Die maximal erlaubte Bruttogrundfläche des Pavillons beträgt 9.600 qm. Für die Realisierung und den Betrieb des Deutschen Pavillons auf der EXPO 2025 ist ein Gesamtbudget in Höhe von 56,4 Mio. Euro vorgesehen.
Der Auftragnehmer ist für die gesamte technisch-organisatorische Umsetzung der deutschen Beteiligung verantwortlich. Die zu erbringende Leistung umfasst die Vorbereitung der deutschen Beteiligung, den Betrieb des Deutschen Pavillons sowie die Schlussabwicklung des Gesamtprojektes.
Die technisch-organisatorische Umsetzung lässt sich in drei Leistungsphasen einteilen:
1. Vorbereitungsphase
Die Vorbereitungsphase ist die längste Phase des Projekts. Sie erstreckt sich vom Beauftragungszeitpunkt bis zum Umzug des Schlüsselpersonals des Auftragnehmers nach Osaka/Japan. In dieser Zeit führt der Auftragnehmer insbesondere das Vergabeverfahren zur Beauftragung einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) für Konzepterstellung und Pavillonbau im Namen des Auftraggebers durch.
Betriebsphase
In den letzten drei Monaten vor der EXPO-Eröffnung sind die meisten Leistungen am Veranstaltungsort in Osaka/Japan zu erbringen. Das Schlüsselpersonal bereitet das rekrutierte Pavillonpersonal auf die Eröffnung der EXPO sowie auf die sechsmonatige EXPO-Laufzeit in verschiedenen Schulungen vor. Mit der Eröffnung der EXPO 2025 und des Deutschen Pavillons beginnt die eigentliche Betriebsphase. Der Deutsche Nationentag ist der Höhepunkt während der Betriebsphase.
Abwicklungsphase
Nach dem Ende der EXPO 2025 beginnt die Abwicklungsphase und damit der Abschluss des Projekts. Ein Teil des Schlüsselpersonals wird hierfür noch einige Wochen nach Beendigung der EXPO in Osaka/Japan bleiben, um offene Aufgaben abzuschließen. Hauptaufgabe in dieser Phase ist die Finalisierung der Dokumentation. Darüber hinaus werden der Rückbau bzw. die Weiterverwendung des Deutschen Pavillons zusammen mit der ARGE koordiniert und die Endabrechnung des Projekts erstellt.
Die Umsetzung der Beteiligung Deutschlands an der EXPO 2025 stellt besondere Anforderungen an den Auftragnehmer. Angesichts der politischen Bedeutung dieser Weltausstellung wird vorausgesetzt, dass sich dessen Geschäftsführung - insbesondere in der Planungs- und Vorbereitungsphase - persönlich engagiert.