Die Implementierung einer wirtschaftlichen Interoperabilität erfordert eine klare einheitliche Spezifikation von Schnittstellen, eine einheitliche Umsetzung bei den Roll-out-Partnern, sowie eine darauf abgestimmte Konfiguration der technischen Komponenten durch den hier gesuchten Industriepartner und die Konzeption und Durchsetzung einer übergreifenden Roll-out- und Supportstrategie.
Der gesuchte Industriepartner ist für die Beschaffung und Pflege von Software für mindestens 11 dezentrale Connect-Boxen, die als virtuelles System betrieben werden, zuständig. Durch den Auftragnehmer ist sicherzustellen, dass die aktuell geltenden Lizenzrechte der Lizenzgeber, der in allen Bereichen zum Einsatz kommenden Softwareprodukte gewahrt werden, gleiches gilt für indirekte Zugriffe. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass unterschiedliche Anwendergruppen zugreifen können, die seitens der Lizenzgeber evtl. unterschiedlichen Lizenzbedingungen wie z. B. Freigemeinnützigkeit unterliegen. Anwender sind beispielsweise Universitätsklinika, Krankenhäuser unterschiedlicher Träger, Arztpraxen, Patienten, Forschungseinrichtungen - Aufzählung ist nicht abschließend. Die Software muss entsprechend der lokalen Hardware und den lokalen IT-Strukturen des jeweiligen Roll-out-Partners konfigurierbar sein. Die Hardware für die Connect Boxen ist im Rahmen des Projekts von den Roll-out-Partnern bereitzustellen.
Parallel dazu erfolgt in enger Abstimmung mit dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST als Entwickler und der Healthcare IT-Solutions GmbH (HITS) als Betreiber der SSP gemeinsam mit dem Industriepartner die Implementierung des Digital Hubs. Dazu erfolgt die gemeinsame Ausschreibung von Universitätsklinikum Aachen, Universitätsklinikum Leipzig, Universitätsklinikum Jena, und der St. Franziskus-Stiftung. Der Digital Hub ist das Bindeglied zwischen den Connect-Boxen der Roll-Out-Partner und der SSP, sowie darüber hinaus zu den an der SSP angeschlossenen DIZ"en der Unikliniken. Es stellt somit die Interoperabilität sicher. Über die bei den Roll-out-Kliniken bzw. Roll-out-Arztnetzen installierten Connect Boxen werden durch standardisierte Prozesse die Datenflüsse mit dem Digital Hub gesteuert und kontrolliert. Der Digital Hub übernimmt dann über die SSP die Steuerung der Datenflüsse zu den DIZ"en der beteiligten Uniklinika. Dieser zu etablierende Gesamtprozess orientiert sich weitestgehend an den in der MII entwickelten Vorgaben.
Der gesuchte Industriepartner ist auch hier für die Beschaffung und Pflege von Software für den zentralen Digital Hub zuständig, der als SaaS Lösung von einem Service Provider betrieben wird, der vom Auftraggeber separat noch ausgewählt wird. Der umzusetzenden Prozesse der jeweiligen Roll-out-Partner müssen in der Software konfigurierbar sein. Der Server wird vom Service Provider im Rahmen der SaaS Lösung zur Verfügung gestellt.
Digital Hub Connect Box Software
Der Digital Hub ist die zentrale Komponente der DISTANCE-Infrastruktur. Daran werden die dezentralen Digital Hub Connect Boxes angeschlossen, um die Daten aller Partner zusammenzufassen und über die ebenfalls angeschlossene SMITH Service Plattform (SSP) für übergreifende Datennutzung bereitzustellen