Mit dieser Baumaßnahme werden Sicherungsmaßnahmen zur Beseitigung bergbaubedingter Gefährdungen an gekippten Böschungen des ehemaligen Tagebaues Greifenhain durchgeführt
- Fallgewichtsverdichtung ca. 1.595,0 Tm³
- Massenbewegungen mittels mobiler Erdbautechnik ca. 460,0 Tm³
- max. Transportentfernungen für Massentransporte bis ca. 5.500 m
- kontinuierlicher Masseneinbau in Geländetieflagen mittels mehrerer Longfrontbagger
- Errichtung einer befestigten Transporttrasse von ca. 1.455 m
- Durchführung von baubegleitenden Feld- und Laboruntersuchungen
Die Kippenböschungen des ehemaligen Tgb. Greifenhain sind in Folge des Wasseraufgangs setzungsfließgefährdet und müssen deshalb durch dynamische Stabilisierungsmaßnahmen gesichert werden. Das Ziel der Maßnahme liegt in der Beseitigung der bestehenden bergbaubedingten Gefährdungen im Kippengelände und somit in der dauerhaften Herstellung der geotechnischen und öffentlichen Sicherheit. Mit der Durchführung der Fallgewichtsverdichtung (FGV) erfolgt die Oberflächenverdichtung von zuvor gerüttelten Böschungsabschnitten in grenzwasserstandsabhängigen restlochseitigen Arbeitsbereichen. Es werden mehrere Fahrspuren bearbeitet und dabei insgesamt ca. 1.595,0 Tm³ verdichtet. Bauvorbereitend ist eine befestigte Transporttrasse von ca. 1.455 m herzustellen, deren Befestigung mit einer Oberflächenstabilisierung mittels Vibrationswalze abschließt. Weiterhin sind Flächenberäumungen durchzuführen (Holzung/Rodung), wobei diese teilweise baubegleitend stattfinden werden. Leistungsbestandteil sind u. a. baubegleitende Feld- und Laboruntersuchungen, markscheiderische Absteckungen und das kontinuierliche Unterhalten von Wegen und Zufahrten. Für die ausgeschriebene Leistung ist für die gesamte Dauer der Maßnahme am Restloch der Einsatz eines Böschungsbeobachters erforderlich.
Wesentlicher Bestandteil der Maßnahme sind Vorprofilierungen auf den Arbeitsebenen der FGV. Die Massen (ca. 460,0 Tm³) werden abgetragen, auf mobile Erdbautechnik verladen und zur Einbaustelle am nördlichen Kippenfuß transportiert. Die maximale Tansportentfernung beträgt dabei ca. 5.500 m. Die Einbaustelle gilt als besonders verflüssigungsgefährdeter Bereich. Zur Beschleunigung des Masseneinbaus ist u. a. der Einsatz von mehreren Longfrontbaggern in Kombination mit Radladern vorgesehen. Durch die Abhängigkeit der Maßnahme vom stetig steigenden Wasser im Restloch Greifenhain ist der vorgegebene Leistungszeitraum zwingend einzuhalten und der erforderliche Technikeinsatz dementsprechend ausreichend zu dimensionieren.