Objektplanung
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement plant die Errichtung eines Technikums für die Technische Universität Bergakademie Freiberg (TU BAF) am Standort „Reiche Zeche“ im Fuchsmühlenweg 9, 09599 Freiberg. Damit sollen die baulichen Voraussetzungen für die Realisierung der umfangreichen Forschungsvorhaben des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) geschaffen werden.
Mit etwa 150 Mitarbeitern ist das IEC das größte und drittmittelstärkste Institut der TU BAF. Das Institut hat in Deutschland eine führende Position auf dem Gebiet der großtechnischen Vergasungsprozesse. Als einziges Universitätsinstitut verfügt das IEC über großtechnische Versuchsanlagen auf dem Gebiet der thermochemischen Energiestoffwandlung.
Ziel ist die Vergabe der Objektplanungsleistungen nach HOAI 2013 Teil 3 Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume § 34. Zunächst ist die Beauftragung der Leistungen der Leistungsphasen (LP) 2 bis 4, später optional stufenweise der LP 5 bis 9 vorgesehen.
Anlass und Bedarfsgrund für den geplanten Neubau des „Technikum 3000“ ist die Einwerbung der zweiten Förderphase des Zentrums für Innovationskompetenz (ZIK) Virtuhcon (Virtualisierung von Hochtemperatur-Konversionsprozessen). Das ZIK Virtuhcon ist ein wissenschaftlich selbständiges Forschungszentrum zur Entwicklung neuer Technologieansätze für ressourcen- und energieschonende Hochtemperatur-Konversionsprozesse, welches in die Organisationsstruktur der TU BAF eingebunden und am koordinierenden IEC angesiedelt ist. Nachdem in der ersten Förderphase von 2009 bis 2015 bereits der Neubau eines Büro- und Laborgebäudes errichtet wurde, ist in der zweiten Förderphase der Neubau des Technikumsgebäudes mit 2 Technikumshallen und der dazugehörigen Infrastruktur geplant.
Der Standort befindet sich ca. 1,5 km nordöstlich des Stadtzentrums von Freiberg im Stadtteil Freiberg-Ost südöstlich des Conradsdorfer Wegs. Das überwiegend von der TU BAF genutzte Gebiet liegt auf einer Bergbauhalde, welche sich ca. 10 bis 15 m über das umgebende Gelände erhebt.
Als Bestandteil der „Himmelfahrt“ -Fundgrube ist die „Reiche Zeche“ eine ausgewählte Stätte in der Liste zur Bewerbung der Montanregion Erzgebirge zum UNESCO-Welterbe.
Die heutige Bebauung des Geländes der „Reichen Zeche“ umfasst eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Gebäude und Anlagen von den denkmalgeschützten Bestandteilen der ehemaligen Schachtanlage bis hin zu den großtechnischen Versuchsanlagen des IEC.
Entsprechend dem Raumprogramm soll der Neubau des Technikums 3000 eine NFa 1-6 von 801 m