Die Freie und Hansestadt Hamburg hat zum 1.1.2013 gemäß § 26 (1) Landeshaushaltsordnung den Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg (nachstehend SBH genannt) gegründet. Dieser Landesbetrieb hat die Aufgabe, Schulimmobilien unter Berücksichtigung der schulischen Belange nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu planen, zu bauen, zu unterhalten und zu bewirtschaften und die mehr als 400 Schulen an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) zu vermieten. Die Schulimmobilien umfassen sämtliche für schulische Zwecke genutzten Grundstücke und Gebäude der staatlichen und beruflichen Schulen. Die Grundstücksfläche beträgt 9,1 Mio. m
In dieser Tätigkeit wurde SBH von der BSB mit einem Neubau für das Gymnasium Lerchenfeld beauftragt.
Im Weiteren siehe II.2.4.
Entworfen und geplant wurde die Oberschule für Mädchen durch Albert Erbe. Im Jahr 1908 begannen die Bauarbeiten und 1910 wurde die Schule übergeben. 1921–1935 wurde ein pädagogisches Seminar für Lehramtsanwärterinnen angeschlossen. Ab 1922 bis 1937 war der Standort eine Mädchen-Oberrealschule, ab 1958 ein Gymnasium für Mädchen. 1970 wurde der Standort ein Gymnasium zur Unterrichtung von Jungen und Mädchen. Heute wird die Schule 5 zügig geführt.
Auf dem innerstädtischen Grundstück befindet sich das viergeschossige Unterrichts- und Verwaltungsgebäude mit 3550 m
Auf dem Gelände befinden sich zudem 2 zweigeschossige Klassengebäude und 2 Einfeld-Sporthallen. Für das hier erforderliche Baufeld werden der zweigeschossige Pavillon, ein eingeschossiger Musikpavillon, eine eingeschossige Kantine und das Hausmeisterwohnhaus im Vorfeld der Maßnahme abgerissen.
Standortprägend ist neben den Gebäuden der Baumbestand, insb. ein großer Ahorn-Baum in der Mitte des Schulhofs. Gebäude und Standort stehen nicht unter Denkmalschutz, jedoch ist im Kontext der benachbarten Gebäude Hammonia-Bad, Hochschule Für Bildende Künste HFBK, U-Bahnhof Mundsburg und Hochhäuser der Mundsburg Sensibilität gefordert.
Das gegenwärtige Schulgelände überlagert im östlichen Bereich die ehemalige und historische Verbindung der Straßenzüge Birkenau und Finkenau. In diesem Bereich wird durch die Sporthallen die Wegeverbindung und der Sichtbezug zur sanierten und als Mediencampus der HAW ausgebauten ehemaligen Frauenklinik unterbrochen. Diese Unterbrechung ist städtebaulich nicht gewünscht und soll langfristig wieder hergestellt werden.
Im Neubau sollen ca. 3 134 m
Das vorläufige Gesamtinvestitionsvolumen für die Maßnahme beträgt ca. 6,13 Mio. Euro netto für die Kostengruppen 300 – 400 gem. DIN 276. Der Betrag ist als Kostenobergrenze zu verstehen und wird Bestandteil des Vertrages.
Das Bauvorhaben findet im laufenden Schulbetrieb statt, soll vor den Sommerferien 2020 beginnen und im Jahr 2022 enden. Planung und Ausführung werden in engem Kontakt mit der Schulleitung durch den AG abgestimmt.
Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens sollen die ausgewählten Bieter gem. § 76 (2) VgV eine Lösungsskizze, in Form einer Machbarkeitsstudie für den Erweiterungsneubau des Gymnasiums Lerchenfeld, erstellen.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
— Leistungsphase 2 Objektplanung gem. § 34 HOAI;
— Leistungsphasen 3-9 Objektplanung gemäß § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen;
— Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gemäß § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Festlegung des AG, ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen.
Vertreter der Oberbaudirektion, Vertreter des Bezirks sowie die externe Projektsteuerung nehmen ggf. in beratender Funktion bzw. in der Funktion eines Sachverständigen an der Bewerberauswahl und/oder der Angebotsverhandlung teil.
Die AG-seitige Projektsteuerung wird zurzeit durch das Büro tun.-architektur, Hamburg, unterstützt. Das vorgenannte Büro ist von der Teilnahme an dem vorliegenden Verfahren ausgeschlossen.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.