Neubau Cyber Valley
Gegenstand der zu vergebenden Leistungen sind
— die Planung eines Laborgebäudes mit Versuchshalle im Bereich Robotik inkl. Medienkanal zum unmittelbar angrenzenden Gebäudebestand. Der zu vergebende Auftrag umfasst Leistungen der HOAI 2013, § 34 ff LPH 2-9 und ist als OpenBIM-Projekt durchzuführen,
— Sowie Leistungen der BIM-Gesamtkoordination und BIM-Management entsprechend der angefügten Leistungsbilder in OpenBIM und Bereitstellung der Kollaborationsplattform.
Die Kostenobergrenze für die Gesamtbaukosten der Baumaßnahme nach KGR 200 bis 700 beträgt ca. 26,3 Mio. EUR (netto).
Davon betragen die KGR 300 und KGR 400 ca. 20,1 Mio. EUR (netto).
Honorarparameter: Honorarzone IV Mindestsatz
Maßgebend für die zu vergebenden Leistungen als auch für die Honorierung ist das bereitgestellte Vertragsdokument.
Nähere weiterführende und wichtige Informationen zu den zu vergebenden Planungsleistungen (Auftragsgegenstand) sind unter Punkt II.2.4) dieser Bekanntmachung beschrieben.
Cyber Valley ist eine der größten Forschungskooperationen Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und der Robotik, in der Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft intelligente Systeme erforschen und entwickeln. In der Cyber Valley-Initiative schließen sich, gefördert vom Land Baden-Württemberg, die Max-Planck-Gesellschaft mit dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, die beiden Universitäten Tübingen und Stuttgart mit Partnern aus der Industrie zusammen.
In diesem Zusammenhang plant die Max-Planck-Gesellschaft einen Neubau für das Cyber Valley-Zentrum als Erweiterung auf dem Grundstück des MPG-Campus in Stuttgart-Büsnau.
Zusätzlich ist auch der Bau eines Medienkanals, der die zentrale Medienversorgung zwischen dem Neubau und den angrenzenden Gebäuden aufnimmt, Bestandteil der Planung.
Die Baumaßnahme findet bei laufendem Betrieb der angrenzenden Gebäude statt. Etwaige Experimente dürfen durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt werden.
Die angrenzende Parkanlage wurde, wie das Institutsgebäude Heisenbergstraße 1, Ende 2019 in die Denkmalliste des Landes Baden-Württemberg aufgenommen. Denkmalpflegerische Auflagen sind bei der Anbindung ggf. zu berücksichtigen.
Die Gesamtfläche NF 1-6 für den Erweiterungsbau beträgt 3 187 m
Die Planung und Realisierung der Maßnahme erfolgt als Building-Information-Modeling (BIM)- Pilotprojekt der Max-Planck-Gesellschaft in OpenBIM. Der Austausch und Koordination der Gewerke Hochbau, ELT, HLSK, Labor und TWP erfolgt über entsprechende ifc-Modelle. Die einzelnen Leistungen sind im Leistungsbild sowie in den Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) der MPG aufgeführt. Dies gilt auch für die Aufgaben der BIM-Gesamtkoordination sowie des BIM-Managements, die durch den Auftragnehmer zu erbringen sind. Die benötigte Kollaborationsplattform zur Gesamtplanung ist für das Projekt bereitzustellen.
Die Planung hat mindestens entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Die Planung muss auch wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Gesichtspunkte sowie Kriterien der Nachhaltigkeit einbeziehen.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind die Leistungen innerhalb des Zeitraumes, wie unter Ziffer II.2.7 genannt, zu erbringen, und dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen und sachlichen Mittel verfügen.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort bzw. in München zur Verfügung zu stehen.