Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung (HLS und Küche) entsprechend den LPh 1-6 § 55 i. V. m. Anlage 15 HOAI für den Bildungscampus Wittstock/Dosse – Schulzentrum u. A. bestehend aus dem Produktionsgebäude, dem Kesselhaus und den Sheddachhallen.Vergabe-Nr. 20200304WITTUFPHLS. Die Ausführung erfolgt in 4 Leistungsstufen.
Die Stadt Wittstock/Dosse hat sich zum Ziel gesetzt, das bestehende Schulangebot zu stärken und mit Blick auf die zukünftigen Anforderungen zu qualifizieren. Ziel ist hierbei, die Schulstandorte gemäß den baulichen und pädagogischen Anforderungen der „Schule von morgen“ anzupassen. Damit verbunden ist ein bedarfsgerechtes Schulangebot, das ausreichende Kapazitäten vorhält, um flexibel auf die zukünftige Schülerentwicklung reagieren zu können. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Wittstock/Dosse frühzeitig mit der Prüfung bestehender Potenzialflächen im Kernstadtbereich begonnen. Vorrangiges Ziel ist es, das Schulangebot mit Blick in die Zukunft zu qualifizieren und auch weiterhin im Kernstadtgebiet zu bündeln. Die Planungen zur Revitalisierung und Umnutzung der Alten Tuchfabrik am Dosseteich zu einem Bildungscampus ist somit das Schlüsselobjekt zur Stadtentwicklung für die nächsten Jahre. Es ist geplant hier neben einem Schulzentrum als Ankernutzung, auch die Musik- und Volkshochschule sowie berufsbildende Angebote anzusiedeln. Die Durchführung eines interdisziplinären Wettbewerbes im Jahr 2019 und die daraus resultierende Beauftragung der Hochbau- und Landschaftsplaner war ein bedeutender Schritt für die weitere Entwicklung des Schulzentrums, welches hier Auftragsgegenstand sein soll und aus der Zusammenlegung der heutigen Diesterweg-Grundschule und der Dr.-Wilhelm-Polthier-Oberschule, sowie eines Hortes gegründet wird. Das Schulzentrum wird im sechsgeschossigen Produktionsgebäude (mit Ausnahme des Dachgeschosses u. a. aufgrund erhöhter Brandschutzanforderungen), dem Kesselhaus, sowie den angrenzenden Sheddachhallen untergebracht. Alle Gebäude sind in der Denkmalliste des Landes Brandenburg als Einzeldenkmale aufgelistet. Die Einpassung der Schulnutzung hat daher unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen zu erfolgen. Eigenständige Neubauten sind aufgrund des Denkmalschutzes nicht erwünscht.
Die Stadt Wittstock/Dosse hat sich zum Ziel gesetzt die Wärmeversorgung als auch die Wärmeenergiebedarfe möglichst wirtschaftlich erneuerbar zu erreichen. Im Rahmen einer Variantenuntersuchung in Zusammenarbeit mit den Architekten und Fachplanern ist ein Energiekonzept zur Wärmeversorgung für das neue Schulzentrum zu erarbeiten (unter Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten und des Wettbewerbsergebnisses) mit dem Ziel Wärmeenergiebedarfe zu minimieren und die Bedarfsdeckung möglichst erneuerbar zu erreichen. Zudem muss hierfür eine Potentialanalyse zu lokalen Quellen erfolgen (z. B. Geothermie, BHKW).
Weiterhin ist im Rahmen einer Variantenuntersuchung in Zusammenarbeit mit den Architekten ein Lüftungskonzept für die verschiedenen Nutzungen zu erarbeiten, mit dem Ziel ggf. notwendige Lüftungstechnik zu minimieren und betriebsoptimiert auszulegen sowie eine gute Behaglichkeit und Raumluftqualität zu erreichen. Zudem sind Bestandteile dieses Vertrages Themen im Bereich technische Gebäudeausrüstung und Sanitär. Die Stadt Wittstock/Dosse plant das Essen für die Schüler und Schülerinnen in einer eigenen Großküche selbst herzustellen. Hierbei sind ca. 800 Portionen pro Tag angedacht. Die Stadt Wittstock/Dosse beteiligt sich schon seit einigen Jahren mit den Schulen am Projekt „Mission Energiesparen“. Dieser Ansatz soll im Zuge der zukünftigen Nutzung erneuerbarer Energien aufgegriffen werden. So ist es gewünscht, die Energieversorgung am zukünftigen Bildungscampus für den Nutzer erkennbar und erlebbar zu machen.
Als Orientierungshilfe zur IT-Ausstattung sollen die Mindeststandards des Digitalpakts in der jeweils gültigen Fassung gelten.