Ausschreibungsgegenstand sind Fachplanungsleistungen der Leistungsphasen 1- 9 des Leistungsbildes Technische Ausrüstung der Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 (TGA-M):
Anlagengruppe 1 – Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen.
Anlagengruppe 2 – Wärmeversorgungsanlagen.
Anlagengruppe 3 – Lufttechnische Anlagen.
Anlagengruppe 8 – Gebäudeautomation.
Die Leistungen werden stufenweise beauftragt. Mit der Zuschlagserteilung werden zunächst die Leistungen der Leistungsphasen 1 und 2 beauftragt.
Alle weiteren Leistungen sind optional. Die Objektplanungsleistungen Gebäude und Innenräume und die Fachplanungsleistungen Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung der Anlagengruppen 4, 5, 6 und 7 werden gesondert ausgeschrieben.
Der Biotechnologiepark am Campus Berlin-Buch ist einer der größten Biotechparks in Deutschland. Auf rund 31 000 m2 finden Gründer und Unternehmen günstige branchenspezifische Labor- und Büroflächen mit modernster Ausstattung. Start-ups können im Innovations- und Gründerzentrum wachsen, Baufelder des Campus eröffnen Entwicklungsoptionen. Integriert in den Gesundheitsstandort Berlin-Buch bietet der Biotechpark ein ideales Umfeld für Life-Science-Unternehmen. Aktuell beträgt die Auslastung verfügbarer Flächen im Biotechpark über 92 %, weshalb der Standort um den Neubau einer BioMed Start-up Factory, einem Gründerzentrum im Biotechnologiepark am Campus-Buch, erweitert werden soll.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind die hierfür notwendigen Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung – TGA-M. Im Frühjahr 2017 wurde eine Machbarkeitsstudie für den geplanten Neubau erstellt. Der Neubau wurde als sechsgeschossiger Quader (Kellergeschoss, Erdgeschoss, 4 Obergeschosse, Dachgeschoss) mit ca. 15 000 m2 Bruttogeschossfläche und ca. 10 000 m2 Nutzfläche konzipiert, der sich gut in das orthogonale System der Anlage integriert. An dieser Grundkonzeption soll festgehalten werden. Benötigt wird ein Gebäude, in dem Start-up-Unternehmen in kostengünstigen Mieteinheiten mit Labor- und Büroflächen einerseits schnell starten und sich andererseits schnell auf etwas größere Einheiten ausdehnen können. Erfahrungs-gemäß benötigen die Unternehmen 1 bis 2 Jahre nach der Gründung zusätzliche und vor allem flexibel skalierbare Flächen, um erfolgreich ihre Aktivitäten aufzubauen. Für diesen Bedarf muss ein Gebäude entwickelt werden, welches einerseits optimale Bedingungen für die Forschungsabläufe schafft, also in gleichem Maße funktional, effizient, flexibel und pragmatisch ist und die interdisziplinäre Kommunikation anregt und unterstützt. Andererseits gilt es, das Bestandensemble sensibel zu ergänzen und die jungen Unternehmen durch eine klare Adressbildung und gute Auffindbarkeit zu unter-stützen. Das Verhältnis von Labor- zu Büroflächen soll bei 1:2 liegen. Eine hohe Flexibilität in den Laboren soll durch Module und einen geringen Möblierungsgrad erreicht werden. Die Labore müssen den Anforderungen der Sicherheitsstufe 1 (S1) entsprechen und ohne größeren Aufwand auf S2 aufrüstbar sein. Sicherheitsbereich der Stufe 3 (S3) oder Stufe 4 (S4) sind nicht vorgesehen. Die Büroflächen sollen durch schnelle und unkomplizierte Umbauten zu Großraumbüros zusammengefasst oder zu Einzelbüros unterteilt werden können. Kleinere und größere Einheiten an Büro- und Laborflächen sollen abtrennbar sein. Zur Förderung der Kommunikation sollen gemeinsam zu nutzende Räume wie Spülküchen, Umkleiden, WCs, Teeküchen oder Besprechungsräume zentral zugänglich sein. Auch Kühlräume und Lagerräume sollen außerhalb der Bürolaboreinheiten angeordnet sein, um eine flexible Vermietung zu ermöglichen.
Einzelheiten können der Leistungsbeschreibung entnommen werden, die auf der Homepage der Vergabestelle mit den weiteren Ausschreibungsunterlagen für das spätere Verhandlungsverfahren veröffentlicht ist.