Im Rahmen der Durchführung des Programms Stadtumbau Hessen suchte die Stadt Frankfurt am Main ein Stadtumbaumanagement (Projektsteuerung und Stadtumbau-Quartiersmanagement), dessen Aufgabe die Programmumsetzung und -begleitung sein sollte.
Das Stadtumbaumanagement hat die Aufgaben der Projektsteuerung und des Stadtumbau-Quartiersmanagements und stellt damit eine hohe Akzeptanz der Projekte in der Bewohnerschaft sowie eine erfolgreiche Umsetzung sicher.
Im Bereich der Projektsteuerung begleitet das Stadtumbaumanagement die Vorbereitung, Umsetzung und Nachbereitung von investiven Projekten und Maßnahmen. Eine stetige Erfolgskontrolle und die Einbettung in die übergeordnete Prozessstruktur leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Programmerfolgs.
Im Bereich des Stadtumbau-Quartiersmanagements übernimmt das Stadtumbaumanagement eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen Verwaltung, den Akteuren im Stadtteil und den Bewohnerinnen und Bewohnern. Ferner sorgt das Stadtumbau-Quartiersmanagement für einen kontinuierlichen Informationstransfer zwischen allen Beteiligten im Prozess.
Im Rahmen des Frankfurter Programms „Aktive Nachbarschaften“ ist ein Quartiersmanagement durch den Internationen Bund, beauftragt durch das Jugend- und Sozialamt, im Jahr 2018 für Griesheim-Mitte sichergestellt und soll auch für die nächsten Jahre weitergeführt werden. Während das Quartiersmanagement „Aktive Nachbarschaften“ das Ziel verfolgt, die allgemeine Wohn- und Lebenssituation in Griesheim nachhaltig zu verbessern, soll das neu zu beauftragende Stadtumbau-Quartiersmanagement gezielt die Stadtumbau-Projekte vor Ort umsetzen und hierzu eine kontinuierliche Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner gewährleisten. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem bestehenden Quartiersmanagement sollen Synergieeffekte genutzt und eine erfolgreiche Umsetzung der gemeinsamen Ziele erreicht werden.
Für das Tandem Projektsteuerung und Stadtumbau-Quartiersmanagement besteht die Möglichkeit, sich als ein Büro mit unterschiedlich qualifizierten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern zu bewerben oder in einer Bietergemeinschaft an dem Ausschreibungsverfahren teilzunehmen.
Wichtig dabei ist, dass die Projektsteuerung und das Stadtumbau-Quartiersmanagement jeweils als Team aufgestellt sind. Sind jeweils zwei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter die hauptsächlichen Ansprechpartner, können diese sich gegenseitig vertreten oder im Falle, dass einer wechselt, sorgt eine Person für Kontinuität. Für einzelne Aufgaben, Projekte und Veranstaltungen oder die Ansprache einzelner Zielgruppen werden sicherlich noch weitere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit speziellen Kompetenzen eingesetzt werden müssen. Hierfür ist es günstig, wenn über einen Pool weiterer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verfügt wird, die zur Unterstützung hinzugezogen werden können.
Um keine Doppelstrukturen zu schaffen soll das bestehende Stadtteilbüro im Quartier als gemeinsame Vertretung vor Ort mit dem bestehenden Quartiersmanagement betrieben werden. Zwar wird das bestehende Quartiersmanagement weiterhin hauptverantwortlich die Entwicklung und Gestaltung des Stadtteilbüros als niedrigschwellige Anlaufstelle betreuen, so sind aber auch das Stadtumbau-Quartiersmanagement und die Projektsteuerung mit regelmäßigen Sprechzeiten im Stadtteilbüro vertreten.
Parallel zu der Ausschreibung für ein Stadtumbaumanagement wird, eingebettet in einen Beteiligungsprozess, ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) als Grundlage zur weiteren Vorgehensweise erarbeitet. Die Erarbeitung des ISEK soll voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen sein.
Die ausführliche Beschreibung der Aufgaben und des Leistungsbildes werden in den Vergabeunterlagen zur Verfügung gestellt.